Donnerstag, 30. Mai 2013

Das Bauchgefühl einer Frühchenmutter

Vor einiger Zeit habe ich Euch von der Geburt meines Mädchens berichtet und dabei angekündigt,
von der Zeit danach zu erzählen.



"Erst gegen Mittag, durfte ich zu ihr. Mir tat noch alles weh, aber ich wollte sie unbedingt sehen. Da mein Kreislauf aber so im Keller war, fuhr man mich im Rollstuhl zu ihr.
Schon nach 5 Minuten dröhnten meine Ohren, doch erst kurz, bevor mir schwarz wurde, sagte ich es der Schwester, die mich wieder aufs Zimmer brachte.
Ich wollte das zierliche rosige Mädchen, das so hilflos in seinem Wärmekasten liegt, nur eine Windel und eine lilane Wollmütze an, nicht im Stich lassen.

In beiden Händen hatte sie Infusionen, an ihrer Nase war ein Sauerstoffchap und an ihrem Fuß war ein Kabel, das ihre Sauerstoffsättigung aufzeichnete.
Die drei verkabelten Aufkleber auf ihrer Brust für die Herzfrequenz waren noch das Tüpfelchen auf dem I.

Doch es half nichts, ich musste zurück ins Bett."


Da lag das Mädchen also. In einem großen Glaskasten, überall Kabel um sie herum.
Sie war gar nicht so winzig, wie ich dachte. Ganze 47 cm hatte sie schon und das in der 33. SSW.
Dünn war sie aber. Nicht nur an den Fingern und Beinen, auch der Bauch war ganz schmal.
Wenn man sein Kind so sieht, dann entdeckt man aber nur das Schöne. Die perfekten Ohren,
das süße Näschen, die langen geraden Finger.
Die Kabel ignorierte ich, soweit es ging.

Am 2. Tag ging es mir schon besser. Ich wurde beim Versorgen des Mädchens mit einbezogen.
Ich durfte die Windeln wechseln, sie waschen und umziehen.
Nur Füttern ging noch nicht, jedenfalls traute ich es mir zunächst nicht zu.
Es war so befremdlich, ihr mit einer Spritze über die Magensonde die Milch einzuflößen.
Ich saß die ganze Zeit bei ihr, wollte auch keine Besuche, da ich sonst nicht bei meinem Mädchen sein konnte. Nur zum Essen war ich kurz auf meinem Zimmer. Oft aß ich aber auch gar nicht, ich hatte einfach keinen Hunger.
Nur die engsten Verwandten durften mit auf Station. Meine Eltern gingen so unbefangen mit der Situation um. Mein Vater machte viele Fotos, er fand sie auch wunderschön.

Ich kann mich nicht mehr exakt an alles erinnern, wahrscheinlich da ich die Zeit lieber verdränge.

Nach ein paar Tagen bekam das Mädchen immer mehr aus der Flasche zugefüttert.
Nur der Rest wurde dann noch per Magensonde zugegeben.
Ich versorgte sie ab da immer selbst. Wickeln, Fieber messen, Fläschchen geben.
Sogar gebadet habe ich sie.
Und immer hatte ich im Hinterkopf, dass ich das bald alleine machen darf, nur das Mädchen und ich, in einer schöneren Umgebung, ohne diese kontrollierenden Blicke der Schwestern und Ärzte.
Endlich ihren Babydurft einatmen.
Hier roch alles nach Desinfektionsmittel. Nein, es stank regelrecht. Auch mein Kind roch danach.
Sie wurde aus hygienischen Gründen nur mit Handschuhen angefasst.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es schön für sie war.
Nur ich durfte ohne Handschuhe mein Kind halten.

Die paar Tage, die ich mit Herpes zu kämpfen hatte, waren furchtbar.
Da musste ich einen Mundschutz tragen und konnte sie nicht am Köpfchen küssen, wie ich es immer tat während sie trank.



Sie trank manchmal mehr, manchmal weniger. Ich war immer froh, wenn sie alles schaffte, da ich es hasste, ihr den Rest per Magensonde zu verabreichen. Alles war unter Zeitdruck. Sie durfte sich nicht Zeit lassen beim Trinken. Oft schlief sie ein, wachte dann nach ein paar Minuten wieder auf und wollte mehr.
Nur eben die Zeit...nach einer viertel Stunde wurde ich gedrängt, den Rest auf diese blöde Art und Weise zu verabreichen, da sie in genau 2 Stunden wieder gefüttert wird.
Es war alles so unnatürlich, so ohne Gefühl.
Das Bauchgefühl einer Mutter, das wurde total ignoriert.
Zwei mal hatte man sie mir angelegt und sie trank und das sogar besser als mit der Flasche.
Nach 10 Minuten wurde sie wieder von mir weggerissen, mit der Erklärung, dass sie sonst zu müde sei um, um den Rest zu trinken.
Ich meine, der Rest wurde eh über die Magensonde verabreicht, warum hat man sie nicht weiter trinken lassen?
Da die Intensivstation oft nur von einer Schwester betreut wurde, konnte man auf die 3 Babys nicht individuell eingehen sondern hatte einen genauen Zeitplan, wann was gemacht wurde.

Das Mädchen lag Tag und Nacht in ihrem Kasten und nur dann, wenn sie trinken durfte, spürte sie menschliche Nähe, ohne Gummihandschuhe, pieksende Spritzen oder stinkendes Desinfektionsmittel.

Ich war so wütend, dass das Stillen immer nach kurzer Zeit unterbrochen wurde, aber wenn man das erste Mal Mutter ist, da traut man sich noch nicht so, auf das eigene Bauchgefühl zu hören.
Heute würde ich mir das nicht mehr gefallen lassen, ich würde mir vieles nicht gefallen lassen was damals so passiert ist.

Wenn ich ihr die Flasche gab, genoss ich diesen Augenblick. Ich durfte sie im Arm halten.
Oft log ich die Schwestern an, dass sie noch trinkt, nur um sie länger bei mir zu halten.
Irgendwann wurden dann auch die Überwachungsmonitore abgeschalten, während sie trank.
Die Schwestern merkten wohl, dass es mich jedes Mal fertig machte, wenn die Herztöne abfielen und diese roten Lichter aufblinkten, dazu noch diese lauten Alarmglocken. Es war furchtbar.

Am 20.11. sagte man mir, dass das Mädchen Ende der Woche nach Hause dürfe.
Ich freute mich noch nicht zu sehr, da mir dies schon eine Woche zuvor versprochen wurde.
Dann stellte man auf einmal fest, dass ihr Stuhlgang komisch roch.
Man schickte eine Probe ein...natürlich nichts.
Durch das Eisen, was sie bekam, veränderte er sich einfach nur.


Dann war es endlich doch so weit. nahm ich sie mit auf Station. Es war ein Freitag.
Es war ein schönes Zimmer. Nur für uns allein. Die Wände waren bunt und liebevoll mit Katzen bemalt.
Das Mädchen war an einen kleinen Kasten angeschlossen, der bei jeder Atembewegung klickte.
So würde ich wissen, wenn ihre Atmung aussetzen würde.
Fluch oder Segen?
Ich fand es schrecklich. Schon in der ersten Nacht, habe ich sie von diesem Kasten befreit.
Sie lag bei mir im Bett und nicht in diesem kleinen Glasbettchen.
Ich wollte alles nachholen, ihr die Nähe geben, die sie davor nie so hatte.
Eigentlich machte ich alles nur noch nach meinem Bauchgefühl. Nun war niemand mehr da, der mir da reinreden konnte.
Ich bekam jedoch einen Zettel, auf dem ich ihren Stuhlgang und die Anzahl der getrunkenen ml notieren musste.
Diese krankhafte ml-Zählerei.
Dieses künstliche verkrampfte Getue.
Sie müsse eine bestimmte Menge trinken.
Meine Mutter nahm mir damals den Stress. Sie meinte, dass auch Kinder nicht immer gleich Hunger hätten. Ich soll sie selbst machen lassen und dann würde ich ja sehen, ob sie zu nimmt oder nicht.
Und sie hatte Recht.
Nur ab und zu ertappe ich mich noch, dass ich nachrechne, wieviel sie geschafft hat.
Total unnötig.

Hätte ich meine Mutter nicht gehabt...auch als es darum ging, als ich abstillen wollte.
Die Stationsschwester prügelte mit Worten auf mich ein, ich solle weiter abpumpen.
Es ging einfach nicht mehr. Es tat weh und es kam nichts, jedenfalls kaum etwas.
Ich habe krampfhaft versucht, dass es klappt.
Es war furchtbar und ich habe mich gefühlt, wie eine Versagerin.
Ich werde meiner Mutter auf Ewig dankbar sein, für ihre damaligen Worte und ihre Unterstützung.
3 Wochen habe ich abgepumpt. Und es ging auch, obwohl ich getrennt war von meinem Mädchen.
Zuhause saß ich damals, mitten in der Nacht. Und diese elektrische "Melkmaschine" an mir dran.
Ich fühlte mich nicht mehr als Mutter, sondern nur als Milchspenderin.
Wenn ich zum Mädchen kam, wurde ständig darauf herumgehackt, woran es liegt, dass es nicht mehr Milch geworden ist und ob ich auch regelmäßig abpumpe.

Die Zeiten waren dann vorbei. Denn als die Stationsschwester wieder einmal zu mir aufs Zimmer kam, als das Mädchen schon friedlich in meinen Armen schlief, da sagte ich ihr, sie müsse nicht mehr kommen
Ich habe mich entschieden und dabei bleibe ich.
Am Montag war es dann soweit. Meine Mutter kam abends vorbei und brachte uns beide nach Hause.
Der Wuschelhund freute sich riesig. Und als mein Mann von der Arbeit nach hause kam, haben seine Augen so gestrahlt.

Und ich kann Euch sagen, es war so ein wunderschöner Tag, der 24.11., als mein Mädchen da war, wo sie hin gehörte.
Bei uns zuhause. <3



Als Nachtrag bekommt Ihr 2 Bilder zu sehen.
Eines der ersten Bilder von ihr, als sie beim Kuscheln auf seiner Brust lag.
Ich zeige Euch die Bilder, um den Mamis Mut zu machen, die das selbe durchmachen müssen.
Man kann es sich nicht vorstellen, dass aus so einem kleinen Wurm ein völlig gesundes, großes und quirliges Baby wird. Heutzutage sieht niemand mehr, dass sie eigentlich 2 Monate jünger ist.



Und hier das erste und einzige Bild, das ihr von dem Mädchen sehen werdet ohne Zensierung.

Dienstag, 28. Mai 2013

Meine liebe Mami,

heute bin ich mal am Zug um die Dinge aus meiner Sicht zu schildern.
Ich bin jetzt dann bald 7 Monate alt und am liebsten wäre ich schon viel älter, um all die
Sachen zu machen, die du immer tust.
Seit einiger Zeit, sehe ich die Welt mit ganz anderen Augen.
Ich wusste gar nicht, dass es so viele tolle Farben gibt. Und auch die Dinge fühlen
sie so unterschiedlich und interessant an.
Hätte ich doch schon viel früher meine Welt so erkundet, dann wäre mir nicht immer so
langweilig gewesen.
Es ist nur so doof, dass ich nicht selbst vorwärts komme. So muss ich immer ganz fest
schimpfen, bis du mich an die Stelle bringst, bei der ich sein will.
Zum Glück bist du aber so aufmerksam und reichst mir auch immer gleich
die vielen lustigen Gegenstände, die mir so gefallen.
Das merkst du wahrscheinlich gleich, weil ich dann so gierig mit riesigen Glubschern gucke und
meine Hand in die Richtung ausstrecke.


Gestern war ein doofer Tag, naja, zumindest der Abend war ganz doof.
Zunächst hat ja alles toll angefangen. Wir waren noch draußen unterwegs mit diesem lustigen
wuschligen Ding, das immer so lustig schnüffelt, wenn es mich sieht. Ich weiß gar nicht, was das ist.
Du gibst dem Wuschel immer so verschiedene lustig klingende Namen wie "Aus!" "Nein!"
Wo war ich stehen geblieben?
Ach ja, genau.
Es war wirklich ein schöner Ausflug und ich konnte gar nicht schlafen, weil alles so aufregend war.
Diese lustigen Tierchen, die immer "Muh!" rufen hatten so tolle Dinger um den Hals die so laut
und in den verschiedensten Tönen gebimmelt haben.
Wenn ich mal größer bin, will ich auch sowas haben, dann kann ich den ganzen Tag Musik für euch machen.

Eigentlich war ich danach total müde und hab auch extra lange geweint und geschimpft.
Doch als ich so eine Weile dann im Bettchen lag und fast eingeschlafen wäre, da hat es auf einmal so gedrückt.
Ich hab dann ganz fest nach dir geschrien und endlich, als du kamst und mich in deine Arme nehmen wolltest, da war mir so komisch und auf einmal schoss da so was weißes aus meinem Mund.
Das hat so eklig geschmeckt und war auch kein tolles Gefühl. Ich hoff, ich muss das nie, nie, nie, nie mehr machen.

Du hast dann den Papa gerufen, der mich dann getröstet und mich nach unten ins kuschlig warme Wohnzimmer genommen hat. Was du währenddessen gemacht hast, weiß ich nicht.
Du hattest nur so komische weiße Tücher und ein gut riechendes Zeug in so ner Plastikflasche und bist an uns vorbei wieder ins Schlafzimmer gesaust.

Nach einer Weile kamst du dann und hast mich ganz traurig angeguckt und mir immer über das Köpfchen gestreichelt.
Das war so schön, dass ich dann ganz friedlich eingeschlafen bin.
Heute Morgen bin ich dann in meinem Bett aufgewacht. Das musst du mir später mal erklären, wie du das immer machst. Den Zaubertrick möchte ich auch gerne können.
Jedenfalls wollte ich gerade loslegen und nach dir rufen, als plötzlich dein liebevolles Gesicht über meinem Bettchen erschien.
Da hab ich mir so gefreut, dass ich gleich mit den Armen wild herumgefuchtelt hab.

Ich bin schon gespannt, was wir heute tolles machen werden.
Vielleicht fahren wir ja wieder mit diesem großen Metallding irgendwohin. Das brummt immer so schön, dass ich gleich einschlafe.

Hab ich noch was vergessen?
Ja, genau:

Unser kleines Fotoshooting, das wir in Opa's Garten gemacht habe, war so lustig.
Am liebsten hätte ich immer in diesen blau-grünen Ball hinein gebissen.








P.S.
Mama, ich hab dich lieb <3

Donnerstag, 23. Mai 2013

Das Mädchen mit den Hummeln im Hintern

Oh ihr Lieben, momentan passiert nicht viel, was ich Euch erzählen kann.
Ich wurde heute mal wieder vom Zahnarzt ein bisschen geärgert.
Meine Zähne sind danach immer einige Tage so beleidigt, dass das Essen auch keinen
Spaß macht.
Aber sehen wir das Positive daran: Meiner Diät tut das ganz gut.
Bis jetzt habe ich 7kg geschafft. Und, ja ich bin stolz auf mich. Zwar könnte ich hier
auch mal wieder rummeckern und sagen, dass ich gerne vor der Hochzeit mehr geschafft hätte,
aber nein, das lasse ich mal sein.
Mit sich selbst ist man immer so kritisch.

Morgen haben wir die U5 und ich bin schon so gespannt darauf, wie schwer und groß meine
Kleine geworden ist.
Sie hat in den letzten Tagen so viel Neues gelernt.
Am Dienstag war der große Tag, sie hat sich zum ersten mal vom Rücken auf den Bauch gedreht.
Seitdem ist sie nur am Quatsch machen. Sie schleudert ihre Spielsachen wie wild umher,
rollt sich von links nach rechts und seit heute ist sie mit ihrer Mami nicht mehr so sanft.
Da wird gequiekt, geschrien (ich meine damit wirkliches schreien, kein weinen) und dabei
wird fest ins Gesicht gepackt oder sogar zugehaun.

Auch ihre kleinen Kuscheltier-Freunde müssen zur Zeit ziemlich viel mitmachen.
Sie mögen es ihr verzeihen. Sie ist einfach ein stürmisches Fräulein.
Selbst nach dem 100. Mal abdrücken des Auslösers, habe ich kein wackelfreies Bild.
Sie ist einfach zu schnell, zu zappelig. Wilde Hummel.



Und die momentanen Lieblingssocken passen auch einfach so gut zu ihr.
Wenn das Mädchen schläft, liegt sie immer komplett ausgestreckt, wie eine kleine Ballerina da.
Ich frag mich oft, wie man so überhaupt schlafen kann.
Na, sie kann es eben und sogar so gut,
dass sie in letzter Zeit jede Nacht durchschläft.
Seitdem kann ich auch meinen Augenringen und der fahlen Haut endlich "Auf nimmer Wiedersehen!" sagen.
Jedenfalls hoffe ich das...





Sonntag, 19. Mai 2013

"Natürliche" Kunst




Nach längerer Pause, hier ein kleines DIY für Euch.
Heute habe ich mich einfach mal ein bisschen in der Druck-Technik ausprobiert.
Dazu braucht man einfach nur ein paar Blätter, Blüten, Gräser, etc., Acryl- oder Plakatfarbe, eine Leinwand/Papier und eine Walze (ihr könnt auch eine Flasche o.ä. nehmen)






Beim Bemalen der Blätter ist es wichtig, dass ihr nicht zu viel Farbe verwendet, da sonst die Maserung des Blattes verschmiert, wie auf diesem Bild. Die Bäume kamen am Ende dann teilweise leider nicht so schön raus.



Beim Bedrucken dieses noch unvollendeten Bildes, kam mir in den Sinn, einfach einen dunkelblauen Hintergrund zu gestalten und mit weißer, statt roter Acrylfarbe, "Pusteblumen" darauf zu drucken.


Über Anregungen und Bilder von Eurer Seite, würde ich mich natürlich auch freuen.
Nun wünsche ich Euch noch schöne Pfingsten zusammen mit Euren Lieben. <3

Sonntag, 12. Mai 2013

Erzähl mir von dir, Mama!



Schon lange wollte ich Euch einen kleinen Auszug aus dem Buch "Erzähl mir von dir, Mama!"
zeigen.
Ich kann dieses kleine Erinnerungsstück nur jedem weiter empfehlen.
Ob Ihr es für Eure Kinder ausfüllt, oder es Eurer Mutter schenkt, damit sie ihre Erinnerungen niederschreiben kann.
Das kann jeder selbst entscheiden.
Es gibt dieses liebevoll gestaltete Büchlein jedoch auch speziell für Oma, Opa oder Papa.
Mein Exemplar habe ich vor einiger Zeit bei Amazon bestellt und immer, wenn ich mal ein wenig Zeit in meinem Alltag habe, schreibe ich ein paar Zeilen hinein.
Es gibt darin verschiedene Kapitel.
  • *Deine Kindheit*
  • *Deine Familie, deine Eltern und Großeltern*
  • *Deine Jugend*
  • *Dein Erwachsenwerden, Schule und Beruf*
  • *Liebe und Partnerschaft*
  • *Dein Alltagsleben*
  • *Deine Familiengründung*
  • *Freundschaft, Freizeit, Reisen*
  • *Du und deine Lebenssicht*
Ebenso gibt es immer mal wieder ein wenig Platz, um passende Bilder hinein zu kleben.
Die Seiten sind unterschiedlich bunt und liebevoll Illustriert.

Falls Euch ein Kapitel mit den dazugehörigen Fragen besonders interessiert, dann schreibt es mir einfach in Eurem Kommentar.


Nun genug geredet, hier die versprochenen Seiten.







Ich hoffe, Ihr hattet einen wunderschönen Muttertag.
Unserer war leider nicht so prickelnd. Er war den ganzen Tag unterwegs bis spät abends. In letzter Zeit haben wir nicht so viel von Ihm, da er mit seinem Musikverein nur noch unterwegs ist.
Das Mädchen und ich haben dann mit meinen Eltern den späten Nachmittag verbracht.

Ich wünsche Euch nun eine gute Nacht und einen tollen Wochenstart. <3




Dienstag, 7. Mai 2013

Wie sich das Leben als Mutter verändert




"Warum hast du dir einen Hund zugelegt? Damit bist du ständig angebunden, das wäre furchtbar für mich!"


Diesen Satz habe ich vor 2 1/2 Jahren ständig gehört.
Fakt ist aber, ein Hund kann auch mal alleine bleiben und man kann ihn auch für ein paar Tage in eine liebevolle Pflege geben, wenn man in den Urlaub fliegt. (Natürlich muss man sich da in der Suche ein wenig reinhängen, damit man auch einen tollen Platz findet.)

Aber: Ich fühlte mich nie angebunden. Klar muss man sein Leben ein wenig danach richten, aber das stört einen als Hundehalter nicht.
Angebunden sein...darin steckt auch das Wort "Bindung". Und Wenn man sich bindet, macht man diese "umständlichen" Dinge gerne.

Als ich Mutter geworden bin, habe ich erst gemerkt, was "angebunden sein" wirklich bedeutet.
Und da würde doch nie jemand einem sagen "Was? Du hast dir ein Kind zugelegt? Würde ich ja nie machen, da ist man ja ständig angebunden."

Klar, weil jeder weiß, dass man sein Kind über alles liebt und es nicht als schlimm empfindet, rund um die Uhr für es da zu sein.
Ich liebe die kleinen Momente, wenn das Mädchen lacht, wenn es seine Füßchen betrachtet und ganz aufgeregt strampelt dabei. Wenn es wie wild auf dem Beißring herumkaut, oder so niedlich vor sich hin brabbelt...

Hin und wieder ertappe ich mich aber doch dabei, mir ab und an eine kleine Pause zu wünschen. Nur um eines der Dinge zu tun, die früher so leicht waren.
Ja, trotz Hund waren sie leicht.
Wer auch junge Mama ist, wird bei der folgenden Liste wahrscheinlich hinter fast jedem Punkt einen Haken setzen können.




  • Unbeschwert einen schönen Kinofilm genießen
  • Ausdauernd zu duschen oder ein langes Bad genießen
  • Die Fingernägel zu lackieren und auch vollständig trocknen zu lassen
  • Zu festen Zeiten zu essen und nicht, wenn das Kind mal schläft und man Zeit dafür hat
  • auszuschlafen
  • mit dem Mann romantisch essen gehen
  • Einen DVD-Abend zu machen, ohne Unterbrechung
  • Den Haushalt mal wieder so richtig auf Fordermann bringen und nicht immer nur mal hier ein bisschen, da ein bisschen zu erledigen
  • mal wieder einen Abend mit den Mädels aus sein
  • einen ganzen Tag lang shoppen gehen

Wer noch weitere Punkte weiß, die ihm ab und an in ruhigen Momenten fehlen, kann die Liste gerne noch erweitern.

Aber sind wir Mama's mal ehrlich: Obwohl es noch eine Menge weiterer Punkte in der Liste gibt, wir würden keine Sekunde ernsthaft gegen unser früheres Leben eintauschen wollen, auch wenn wir es uns in manchen schwachen Momenten vielleicht wünschen.
Und je älter die Kleinen werden, umso mehr dieser Sachen kehren wieder in unseren Alltag ein.



Doch bevor ich jetzt auf "Veröffentlichen" klicke, bin ich Euch eine weitere Liste schuldig.



  • Weihnachten, Ostern, Geburtstage... all die Feste, bei denen man mit Kind selbst wieder den Zauber erfährt, den diese Feste inne haben
  • ein Spaziergang und das bei jedem Wetter. Selbst wenn es regnet, ja, genau weil es regnet, ist es so schön. In Pfützen springen, mit den bunten Gummistiefeln und Regenbogen-Regenschirm durch die Straßen hüpfen, den Regen mit der Zunge einfangen usw. Allein sein Kind dabei zu betrachten, zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht
  • Ein Besuch im Zoo
  •  Schnee, ja auch wenn er noch so lange vorherrscht. Niemand freut sich so sehr darüber, wie unsere Kleinen
  • Den Urlaub in den eigenen Garten holen. Selbst das kleinste Planschbecken reicht dafür völlig aus
  • Kuscheln. Ja, Kuscheln mit seinem eigenen Kind ist so was schönes, vor allem wenn man die ersten liebevollen Gesten zurück bekommt
  • Kochen/Backen mit Kindern. Für Manche Kinder gibt es nichts Schöneres, als der Mami dabei zu helfen
  • basteln. Ja, wer basteln nicht mag, der wird es auch mit Kind nicht lieben lernen, aber wer auch einen kreativen Hang hat, so wie ich, der kann diesen mit Kind noch weiter ausbauen. Selbst ein einfacher Karton reicht für diese kleinen Künstler oft aus, um alle möglichen Dinge darauß zu zaubern
  • Muttertag. Ja, auch ich kann dieses Jahr zum ersten Mal Muttertag feiern. Ich freue mich schon auf die kommenden, wenn ich dann die ersten selbstgemachten Kostbarkeiten von meinem Mädchen geschenkt bekomme, die ihren Ehrenplatz in der Erinnerungskiste erhalten
  • Zu sehen, wie ein Männerherz durch so ein kleines Wesen, ganz weich wird. Die Blicke werden noch liebevoller, das Lächeln noch sanfter und wenn man sieht, wie die beiden sich so anblicken, wird das eigene Herz ganz warm
  • So einfache Dinge, wie Seifenblasen, Pusteblumen, Schneekristalle auf der Autoscheibe, ein selbst gepflückter Blumenstrauß, lustig geformte Steine, Wolkenformen-rätseln, Straßenkreiden, einen Maikäfer entdecken....
Auch diese Liste freut sich natürlich auf Eure weiterführenden Gedanken.


Habt einen wundervollen Tag <3

Samstag, 4. Mai 2013

6 Monate





Ja, die Zeit rast nur so dahin und Du bist nun schon 6 Monate alt, mein liebes Mädchen.
Wahnsinn, ein halbes Jahr, einfach so vergangen.
Vielleicht kommt es mir deswegen so kurz vor, weil ich durch Dich gelernt habe, im Hier und Jetzt zu leben.
Das doofe Grübeln über alles Mögliche, ja, dafür habe ich keine Zeit mehr. Zum Glück.

Am Anfang des vergangenen Monats, hast Du ständig und überall gebrabbelt. Selbst beim Essen hattest Du immer ganz wichtige Dinge zu erzählen.
Geweckt wurde ich eine Zeit lang nur noch durch die unterschiedlichsten Laute.
Nun hast Du aber Besseres zu tun, so dass du wohl keine Zeit mehr dafür hast.
Eifrig versuchst Du dich im Drehen, nur schaffst Du es bis jetzt nur auf die Seite.
Dafür verschwindet aber alles in Deinem Mund. Selbst die schwersten Gegenstände. Du hast wohl heimlich nachts deinen Bizeps trainiert, hihi.

Auch das Fremdeln nimmt langsam ab. Erst war es für Dich der absolute Weltuntergang, wenn wir nur in einer anderen Umgebung waren, nun bist Du zum Glück vollstens zufrieden, hauptsache deine Mami ist da.
Und da werden selbst ganz fremde Leute so herzlich und nett angelächelt, dass es ständig heißt "Meine Güte, ist ihr Kind ein süßes Ding!"

Ja, das bist Du wirklich. Vor allem, wenn Du dich wahnsinnig darüber freust, wenn Du mal niesen musst.
Du lächelst dann über beide Ohren und gibst ein zufriedenes "Nääääiiih" von Dir.

In der Nacht vom 01.05 zum 02.05 hast Du komplett durchgeschlafen. Insgesamt 12 Stunden am Stück.
Zwar wusste ich, dass es wohl nur mal eine Ausnahme war, aber für Deine Mama war diese Nacht Erholung pur.

Deine neue Schlafenzeit ist seit neuestem 20:30 Uhr. Vorher gehen Deine Äuglein nicht zu.
Zu aufregend war der Tag, mit all den fremden Menschen, Geräuschen usw.
Und Deine neueste Angewohnheit, zu brummeln wie ein kleiner Braunbär, strengt Dich wohl auch ziemlich an.
Dein Papi meinte zu Anfang noch, dass Du dabei dein großes Geschäft erledigst.
Aber Dir gefällt wohl einfach nur das Geräusch so gut.

Ich freu mich auf den kommenden Monat und womit Du mich dieses Mal wieder überraschen wirst.
Nun schläfst Du aber erstmal friedlich in Deinem Bett und guckst dabei aus, wie eine kleine Elfe.
Dieses friedliche, schöne Gesicht beim Schlafen, hast Du von Deinem Papi.
Aber bsst, verrats ihm nicht. Männer darf man nie zu viel loben. Hihi.

Es drückt Dich,
deine Mami <3